10.02.2010 - Die Zukunft der Standesämter ist papierlos
Nach der Novellierung des Personenstandsgesetztes zum 01.01.2009 sind die Standesämter in Deutschland verpflichtet, ihre Beurkundungen elektronisch und sicher zu speichern.
Dieser Herausforderung hat sich die kdvz Rhein-Erft-Rur in enger Zusammenarbeit mit ihren Verbandsmitgliedern und dem Verlag für Standesamtswesen gestellt. Nach ausführlichen Tests wurde das elektronische Personenstandsregister (ePR) am 03. Februar 2010 für die ersten vier Verwaltungen zum Einsatz gebracht. In einem detailliert ausgearbeiteten Projektplan werden alle anderen 29 Kommunen bis Mitte Juni 2010 folgen.
An die elektronische Speicherung der Beurkundung wurden durch den Gesetzgeber hohe technische und sicherheitsspezifische Anforderungen gestellt. Schließlich muss die Speicherung der Daten teilweise bis zu 110 Jahren nachvollziehbar und unveränderbar erfolgen. Der Gesetzgeber verlangt hierzu eine qualifizierte Signatur, deren Verschlüsselungstechnik permanent überprüft und aktualisiert werden muss. Diese digitale Signatur stellt die elektronische Form der persönlichen Unterschrift dar und ist an hohe technische Anforderungen geknüpft.
Hierzu arbeitet die kdvz mit dem S-Trust des Deutschen Sparkassenverlages zusammen. Die kdvz Rhein-Erft-Rur ist seit Ende Januar 2010 verifizierte Registrierungsstelle des S-Trust und als solche berechtigt, qualifizierte Signaturkarten mit einer 4-jährigen Gültigkeit für die Standesbeamten auszustellen.
In Zusammenarbeit mit dem Verlag für Standesamtswesen und der Firma Procilon wird die Gültigkeit der Signaturen, die im Tagesgeschäft an den einzelnen Beurkundungsfällen angebracht werden, täglich anhand von Übersignaturen aktualisiert und die Gültigkeit der Signaturen und signierten Dokumente über den gesamten Aufbewahrungszeitraum gewährleistet. Hierbei entsteht damit ein sogenannter "Hashbaum", der vorangegangenen Signaturen die Gültigkeit verleiht. Damit kann anhand der Baumstruktur jederzeit nachgewiesen werden, dass eine Signatur zum Zeitpunkt der Anbringung an das Dokument gültig war.
Zusätzlich gibt der Gesetzgeber vor, dass neben dem originären Register ein Sicherungsregister an einem anderen Standort vorzuhalten ist. Diese komplexen Strategien und deren technische Umsetzung sind für einzelne Standesämter nur schwer zu realisieren. Eine solche Lösung in jeder Verwaltung einzeln zu implementieren ist zudem unwirtschaftlich. Daher bietet die kdvz Rhein-Erft-Rur ihren Kunden einen Komplettservice an. Hierbei wird die Fach-Software Autista dem Standesbeamten über eine Citrix-Umgebung zur Verfügung gestellt. Der Standesbeamte erhält seine Signaturkarte und das Kartenlesegerät über die Registrierungsstelle der kdvz. Nach dem Aufrufen von Autista wird der notwendige Ablauf in der Software automatisch gesteuert. Die notwendige Technik wird seitens der kdvz unsichtbar im Hintergrund zur Verfügung gestellt. Die technische Infrastruktur wurde im vergangenen Herbst installiert und intensiv getestet. Das Sicherungsregister wird bei der KDZ Westfalen-Süd in Siegen dauerhaft und jeweils aktuell vorgehalten. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang eine hohe Verfügbarkeit der Lösung, welche durch eine Clusterlösung mit virtuellen und redundanten Servern sowie einer ausgefeilten Sicherheitsarchitektur abgebildet wird. Notwendige Updates der Software werden in einem Testsystem überprüft und anschließend zur Produktion freigegeben. Durch die ASP-Lösung entfällt für die Kunden ein Update-Service. Alle Updates werden automatisiert durch die kdvz zur Verfügung gestellt.
Kontakt:
kdvz Rhein-Erft-Rur
Karl-Matthias Pick
Geschäftsbereich IT-Anwendungen
Tel: +49 22 34 18 22 - 224
E-Mail: kmpick@kdvz-frechen.de
Dieser Herausforderung hat sich die kdvz Rhein-Erft-Rur in enger Zusammenarbeit mit ihren Verbandsmitgliedern und dem Verlag für Standesamtswesen gestellt. Nach ausführlichen Tests wurde das elektronische Personenstandsregister (ePR) am 03. Februar 2010 für die ersten vier Verwaltungen zum Einsatz gebracht. In einem detailliert ausgearbeiteten Projektplan werden alle anderen 29 Kommunen bis Mitte Juni 2010 folgen.
An die elektronische Speicherung der Beurkundung wurden durch den Gesetzgeber hohe technische und sicherheitsspezifische Anforderungen gestellt. Schließlich muss die Speicherung der Daten teilweise bis zu 110 Jahren nachvollziehbar und unveränderbar erfolgen. Der Gesetzgeber verlangt hierzu eine qualifizierte Signatur, deren Verschlüsselungstechnik permanent überprüft und aktualisiert werden muss. Diese digitale Signatur stellt die elektronische Form der persönlichen Unterschrift dar und ist an hohe technische Anforderungen geknüpft.
Hierzu arbeitet die kdvz mit dem S-Trust des Deutschen Sparkassenverlages zusammen. Die kdvz Rhein-Erft-Rur ist seit Ende Januar 2010 verifizierte Registrierungsstelle des S-Trust und als solche berechtigt, qualifizierte Signaturkarten mit einer 4-jährigen Gültigkeit für die Standesbeamten auszustellen.
In Zusammenarbeit mit dem Verlag für Standesamtswesen und der Firma Procilon wird die Gültigkeit der Signaturen, die im Tagesgeschäft an den einzelnen Beurkundungsfällen angebracht werden, täglich anhand von Übersignaturen aktualisiert und die Gültigkeit der Signaturen und signierten Dokumente über den gesamten Aufbewahrungszeitraum gewährleistet. Hierbei entsteht damit ein sogenannter "Hashbaum", der vorangegangenen Signaturen die Gültigkeit verleiht. Damit kann anhand der Baumstruktur jederzeit nachgewiesen werden, dass eine Signatur zum Zeitpunkt der Anbringung an das Dokument gültig war.
Zusätzlich gibt der Gesetzgeber vor, dass neben dem originären Register ein Sicherungsregister an einem anderen Standort vorzuhalten ist. Diese komplexen Strategien und deren technische Umsetzung sind für einzelne Standesämter nur schwer zu realisieren. Eine solche Lösung in jeder Verwaltung einzeln zu implementieren ist zudem unwirtschaftlich. Daher bietet die kdvz Rhein-Erft-Rur ihren Kunden einen Komplettservice an. Hierbei wird die Fach-Software Autista dem Standesbeamten über eine Citrix-Umgebung zur Verfügung gestellt. Der Standesbeamte erhält seine Signaturkarte und das Kartenlesegerät über die Registrierungsstelle der kdvz. Nach dem Aufrufen von Autista wird der notwendige Ablauf in der Software automatisch gesteuert. Die notwendige Technik wird seitens der kdvz unsichtbar im Hintergrund zur Verfügung gestellt. Die technische Infrastruktur wurde im vergangenen Herbst installiert und intensiv getestet. Das Sicherungsregister wird bei der KDZ Westfalen-Süd in Siegen dauerhaft und jeweils aktuell vorgehalten. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang eine hohe Verfügbarkeit der Lösung, welche durch eine Clusterlösung mit virtuellen und redundanten Servern sowie einer ausgefeilten Sicherheitsarchitektur abgebildet wird. Notwendige Updates der Software werden in einem Testsystem überprüft und anschließend zur Produktion freigegeben. Durch die ASP-Lösung entfällt für die Kunden ein Update-Service. Alle Updates werden automatisiert durch die kdvz zur Verfügung gestellt.
Kontakt:
kdvz Rhein-Erft-Rur
Karl-Matthias Pick
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Tel: +49 22 34 18 22 - 224
E-Mail: kmpick@kdvz-frechen.de


